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Montag, 12.04.
16.00 Uhr



Eröffnungsrundgang
"Alles richtig gemacht - Freunde kommen, Freunde gehen, Freunde bleiben" Gregor Sander

Ort: Treffpunkt Rathaus Neuer Markt
Ein funkelnd-wunderbarer Roman über die frühen und späteren Jahre des wiedervereinten Deutschlands und eine helle Feier der Freundschaft.
Thomas und Daniel kommen aus Rostock und sind noch jung, als es mit der DDR zu Ende geht, aber alt genug, um sich von der aufregenden neuen Zeit mitreißen zu lassen. Die ungleichen Freunde ziehen nach Berlin, das Leben scheint eine einzige Party. Doch irgendwann verschwindet Daniel.
Spaziergang, Lesung und Gespräch an Originalschauplätzen des Romans in der östlichen Altstadt gemeinsam mit dem Rostocker Fotografiker Gerhard Weber.

   
Freitag, 04.06.
16.00 Uhr

Jüdisches Leben und Kultur in Rostock
Ulf Heinsohn

Ort: Treffpunkt Max-Samuel-Haus, Schillerplatz 10
Auf Spurensuche mit Ulf Heinsohn durch die Steintor-Vorstadt. Familien wie die Bernhards, Glasers, Josephys, Rubensohns, Samuels, Schröder-Auerbachs und Siegmanns sowie andere Juden hinterließen Spuren in Selbstzeugnissen und Erinnerungen Dritter, die wir anhand ihrer Wirkungs- und Lebensorte ausleuchten. An der neuen Synagoge blicken wir auf das Leben der Juden heute wie überhaupt auf ihre Kultur und Religion. Wir werden verstehen, warum und wie Juden das Leben heiligen, wofür Tyrannen und extremistische Bewegungen sie hassen und erfahren etwas zu ihrem Bildungsethos.

   
Samstag, 05.06.
15.00 Uhr

Rostock mein Arkadien - Eine Stadt in der Literatur
Matthias Dettmann

Ort: Treffpunkt Kempowski Archiv Rostock, Klosterhof 3
Erich Kästner war hier, begeistert vom Hafen mit seinen „Dampfern, Booten, Masten, Docks und Kränen“.
Fritz Rudolf Fries gab die „nächtliche Stadt ... Blinkzeichen“.
Klaus Schlesinger stellte sich hier die Frage nach „Hotel oder Hospital“.
Marie Luise Kaschnitz sah „Türme ... ganz weit silbrig auftauchend“.
Und Walter Kempowski machte seine Kindheitslandschaft zu einem Ort in der deutschen Literatur: Rostock.
Der Autor Matthias Dettmann führt Sie durch das literarische Rostock.

   
Dienstag, 08.06.
16.00 Uhr

"Schöne Aussicht"
Ralf Salomon

Ort: Treffpunkt Margarethenplatz
Kempowskis Roman „Schöne Aussicht“ lenkt den Blick in die Rostocker Vorstadt, die nach dem Kröpeliner Tor benannt wurde.
Hier lebten die Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts beengt in sogenannten Mietskasernen, während die zeitgleich entstandene Steintor-Vorstadt von freistehenden Villen vermögender
Geschäftsleuten wie der Reederfamilie Kempowski geprägt wurde.
Aus der Kröpeliner Tor Vorstadt bezogen die wohlhabenden Steintor-Vorstädter ihr Dienstpersonal und das verdeutlicht Standesdünkel, der die Vorstadtbewohner trennte. Die großbürgerlich erzogenen Eltern Walter Kempowskis wohnten für kurze Zeit unfreiwillig in dem proletarisch geprägten Milieu in der Borwinstraße. Aus den Erzählungen seiner Mutter formte Kempowski einen facettenreichen Blick auf einen Schauplatz von Streit und Neid und zeigt eine spezielle Lebenswelt von kleinen Wohnungen und Kleingeistern.

   
Freitag, 11.06.
16.00 Uhr

Auf den Spuren der Familie Kempowski
Katrin Möller-Funck

Ort: Treffpunkt Kempowski Archiv Rostock, Klosterhof 3
Gemeinsam bewegen wir uns durch die Lebenswelten der Familie Kempowski und suchen Schauplätze der Romane und literarische Verweise im Stadtbild auf.

 

   
Samstag, 12.06.
11.00 Uhr
Alles Funktion - oder doch nur Fassade
Tina Kniep

Ort: Treffpunkt Slüter-Denkmal bei der St. Petri Kirche
Tina Kniep über die Architektur der Moderne und was das Leben mit dem Bauen zu tun hat. Ein Rundgang durch das Petriviertel.
   
Samstag, 12.06.
15.00 Uhr
"...oder bist Du das Reisen satt"
Künstlerische Begegnungen zwischen Hiddensee und New York
Matthias Dettmann

Ort: Treffpunkt Kempowskiufer/Fähranleger Schnickmannstraße
Künstlerische Orte spielen die Hauptrolle in Matthias Dettmanns neuem Buch.
Der Rostocker Autor und Zeichner streift darin quer durch die Zeit und spürt Begegnungen von Künstlerinnen und Künstlern nach.
Wir treffen auf u.a.: Bertolt Brecht und Lion Feuchtwanger, George Grosz und Max Pechstein, Joseph Beuys und Robert Rauschenberg
sowie Gerhart Hauptmann.
Ortswechsel sind mit Bewegungen, mit Reisen verbunden, und dass die im Moment nicht möglich sind, verleiht dem Band eine gewisse Melancholie, aber auch Zuversicht, denn Menschen können auch ohne Ortswechsel miteinander verbunden sein. (NDR)
Mit Blick über die Warnow erzählt und liest Matthias Dettmann aus seinem neuen Buch.
   
Sonntag, 13.06.
11.00 Uhr

„Der Ofensetzer“
Christian Ahnsehl
Ort: Treffpunkt Am Vogelsang 14 (ehemalige Ritterschaftliche Bibliothek; WG Warnow)
1986, in einem Neubaugebiet im Norden der DDR: Toms Eltern streiten. Seine Lehrer lügen. Die Abende mit der Clique sind trist, und Steffi ist in den zukünftigen NVA-Berufsoffizier Mario Wendt verliebt. Eines Nachts schreibt Tom eine Protestlosung an die Wand seines Schulgebäudes. Er wird verhaftet und verhört, aber die Strafe bleibt aus. Stattdessen lernt er Hauptmann Lorenz von der Staatssicherheit kennen. Tom fühlt sich wie verwandelt: Ausgerechnet für ihn interessiert sich die allmächtige Stasi! Schon bald jedoch gerät der 15-Jährige in einen Strudel aus Angst, Misstrauen und Verrat. Denn seine Losung stammt von einer jener Postkarten, die seit einiger Zeit aus dem Stadtgebiet versendet werden, und Hauptmann Lorenz muss herausfinden, wer sich hinter dem Absender verbirgt: wirklich nur ein Ofensetzer namens Manfred Heiliger?
   
Sonntag, 13.06.
15.00 Uhr
"Stimmen der Straße - Was die Leute von Rostock sagen..."
Ein Erinnerungsbuch
Simone Neteler

Ort: Treffpunkt Kempowski Archiv Rostock, Klosterhof 3
„Weißt du noch?“ So oder ähnlich beginnen sie oft, die Erzählungen über unser Leben. Erinnerungen sind Zeitreisen, sie bringen uns längst Vergangenes zurück und halten sich nicht an die Gesetze von Zeit und Raum. Auch eine Stadt spiegelt sich in den Erinnerungen und Gedanken der Menschen, die in ihr leben.
Deshalb befragte ich Rostockerinnen und Rostocker, begab mich mit ihnen auf Spurensuche.“ (S.N.)
Simone Neteler fragte u.a. nach frühen Erinnerungen, Lieblingsorten und Zukunftsvisionen.
Entstanden ist ein Erinnerungsmosaik und damit eine eng verflochtene Sammlung von literarischen Sichtachsen und Horizonten, von Stadtbildern und Blickwinkeln auf diese.
Die Autorin Simone Neteler stellt ihr Projekt vor. Auf dem Spaziergang wird eine Auswahl der Erinnerungen in Form einer Lesung präsentiert.